Jon & Jake – Abenteuer in Versen

Die Blutsbrüder

Freundschaft, Streit und eine etwas ungewöhnliche Versöhnung.

Von Lothar Epe

Jon und Jake stoßen im Wirtshaus Zum wilden Schurken mit Bierkrügen an

Der Jon, der war der beste FreundVom Jake, das wird hier nicht versäumtZunächst noch schnell mal zu erwähnenBevor, wie bei den alten Dänen,

Die Luzie ab ging bei den beidenJeder dacht, die beiden scheidenSich für immer voneinander,Mein lieber Feuersalamander!

Naja, nicht ganz, obwohl sich beideTaten richtig was zu leideSich, mit sehr viel Blut es warVerbunden, als es dort geschah

Doch wie nur kam’s zur Wämserei?Warum nur war sie so entzwei,Die Freundschaft dieser besten BuddiesDass sie sich wärmsten da im Kies

Man weiß es nicht, manchmal genügtDass eine Sicherung verglühtUnd dann auf einmal Fäuste fliegenDass beide wollen gerne siegen

Dänen, will ich noch erwähnenwussten, was man macht mit KähnenWie man dem Feind das Schiff zerlegtWie man Heldenschlachten schlägt

Kaum ist die Luzy abgegangen,Mit gehangen, mitgefangenZwischen beiden KontrahentenMit keinerlei Fisimatenten

Da stellt man fest, und zwar zu RechtWar sicher nur ein FreundschaftstestDann tuts den Freunden vielleicht leidDass man es ließ kommen so weit

Denn eines ist so wahr und schlicht:Dicke Freunde prügeln nichtSo aufeinander ein und bloßDeshalb, weil der Frust grad groß

Doch wenn selbst Freunde sich mal wämsenMuss die Freundschaft das nicht bremsenSich letztlich wieder zu vertragenHilft dabei, nicht zu verzagen

Und sich dann wieder zu vertrauenHilft ein Schutzschild aufzubauenDamit das nicht noch mal passiertDass jemand einen massakriert.

Denn dann war man für kurze Zeitzur guten Freundschaft nicht bereitDass man sich nicht ergibt in SchandeDem Hass statt Freundschaftsbande

Nun war es so, dass beide blutenNachdem sich all das zuzumutenWarum also wie WinnetouMit Old Shatterhand dazu

Nicht sich verbrüdern mittels BlutDass man das so zusammen tutWie bei Karl May sie es getanNachdem zunächst sie Feinde warn?

Jedoch ham beide nicht mi’m MesserSich geschnitten, das ging besser,Weil aus den Wunden trieft‘ noch BlutVon ihrer Schlacht voll Feuerglut

Das fing man auf in nem GefäßAls man so saß auf dem GesäßVerrührte dann das Blut noch gutVermengt war’s nun wie Suppen-Sud

Da nahmen sie den BlutentrankSie tranken ihn, nun ohne Zank,Und machten dabei ein GesichtSo schmerz verzerrt, wie bei ner Gicht

Doch fühlten sie sich tief verbundenNach der Verbrüderung vor StundenSo wie es auch vorher warDass keiner war der größte Star

Heut‘ ham beide ne Familie,In ihren Gärten steht ne LilieVor dem Haus ne LimousineDie Tochter längst ne flotte Biene

Da sind sie auch heut noch stetsDie besten Freunde, unterwegsDurchs Leben bis zum bitt’ren EndeDas ist so wahr und nicht Legende!

← Zurück zu „Abenteuer in Versen“