Beitrag vom 30.08.2026

Die fluffige Frau Gänsedaun

Sieh mal an, schon wieder eine nette Lehrerin aus der Dorfschule von Klein Buchsenlude, die wir kennen lernen. Aber Frau Gänsedaun ist ja auch nicht irgendeine Lehrerin. Sie ist eine Freundin von Frau Badeschaum.

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Dann war da noch Frau Gänsedaun

Frau Gänsedaun, die war so braun

Von der Sonne auf Menorca

Wo sie grad erst auf Urbaub war

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Nun kam sie aber gern zurück

Nach diesen Tagen Glück am Stück

Sonne satt, und manchmal Böen

Das Haar, die Haut, das Kleid so schöen

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Und überhaupt war sie so fluffig

Gar nichts an ihr war bisschen muffig

Selbst das Haar, das schwarze war

So lang und glänzte wunderbar

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Nun wird es oftmals unterschätzt,

Dass Kinder sind schon mal entsetzt

Beim Anblick ihrer Lehrerschaft

Weil man nicht rafft, wie man es schafft

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Mit einem derart ungepflegten

Erscheinungsbild und ungehegten

Haarschopf niemals den Respekt

Der Kinder in der Klasse weckt

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Man riecht es auch, denn es ist muffig

Nichts an ihnen ist dann fluffig

Statt einer Wolke Rosenduft

Wird die Luft nun flugs zum Schuft

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Das Kind ist froh, wenn in dem Wind

Das glänzend schwarze Haar geschwind

In Länge vor der Tafel weht

Weil der Wind im Durchzug geht

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Wenn durch Zugluft Düfte zart

Die Schönheit mit den Düften paart

Dann lieben Kinder Lehrerinnen

Frau Gänsedaun vor allen Dingen

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Stets trägt sie ein leichtes Lächeln

Niemals braucht sie sich zu fächeln

Sie trotzte cool dem Alltagsstress

In ihrem schicken Sonntagsdress

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Wenn dann noch der Sonnenschein

Durchs Klassenfenster scheint herein

Dann ist der Tag so schön perfekt,

Auch nicht ein Fehler wird entdeckt.

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Und mit ihrem Maß der Augen

Mit Methoden, die was taugen

Fördert sie die Klassenkinder

Allesamt und keines minder

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Hier macht sogar das Lernen Spaß

Wenn Frau Gänsedaun mit Maß

Ihre Klassenkinder fordert

Danach so nett nach Haus beordert.

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Mit so viel Charme als wie zuvor

Tritt sie morgens durch das Tor

Der Schule und hinauf zur Klasse

Am Sekretär und an der Kasse

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Noch vorbei und dann nach links

Die Treppe rauf. Dann allerdings

Steht sie da vor ihren Kindern

Um erstmal Kinderlärm zu mindern

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Das ging so Tag ein Tag aus

Ne Freude war’s in Saus und Braus

Doch eines Tages war’s vorbei

Mit dieser Glücksgefühlerei

Frau Gänsedaun im Fieberwahn

Frau Gänsedaun im Fieberwahn…

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Die lebensfroh’ Frau Gänsedaun

Nun blass und leider nicht mehr braun

Lag nun da in ihrer Blässe

So krank in ihrer Schweißesnässe

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Sie hatten sich das ausbedungen

Warn tief in sie auch eingedrungen

Ham ihr mit dem Tod gedroht

Die Viren, noch vorm Abendbrot!

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Jed’s Kind im Bund so trauernd stund

Vor Kummer alle Seelen wund

Alle bangten sie und wankten

Ob sie bald zurück erlangten

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Die so geliebte Lehrerkraft

Mit der man soviel Lernstoff schafft

Mit solcher fluffig Leichtigkeit

Mit der man kommt im Leben weit

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Sie fielen tief in manches Loch

Dass man nun ihren Duft nicht roch

Den Duft von der Frau Gänsedaun,

Der Freundin von Frau Badeschaum

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Frau Gänsedaun, wenn auch sehr krank

Davon inzwischen auch sehr schlank

Mehr als ohnehin schon sehr

Sie dachte an die Kinder mehr

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Als daran, furchtbar krank zu sein

Selbst als der Schmerz durch Mark und Bein

Durchdrang den so geschund‘nen Leib

Blieb sie das kinderliebe Weib

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Und so als würde das belohnt

Blieb sie nun doch vom Tod verschont

Weil eine äußerst hohe Macht

Sie aufblühn ließ in alter Pracht

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Frau Gänsedaun, die sollte leben,

Den Kindern weiterhin zu geben

Liebe, Freude, wohl Gedeihen

Dass sie nicht werden zu Lakaien

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Weil viel zu oft in heut’ger Zeit

Den Kindern ihre Kindlichkeit

Genommen wird wie einem Hirt

Das Schaf, dass nun geschlachtet wird

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So mancher denkt auch heute noch

Ob Metzger, Schneider oder Koch

Wie schön es war dort in der Schule

Im Schnuckeldorf Klein Buchsenlude

Ende

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