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Von wegen, es hat nichts zu tun
Immer will dem Huhn der Hahn,
an die Federwäsche dran
Und tausend Körner pickt das Huhn
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Dann prüft der Bauer im August
Ob das Huhn schön dick und fett ist:
Es ist ne wahre Fleischeslist!
Denn Fleischeslust ist ihm oft Frust.
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Irgendwann schon früh im Leben
Wird es dann zum Suppenhuhn
Das Huhn kann nichts dagegen tun,
Sein junges Leben herzugeben
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Jetzt ist es aber so gewesen
Dass das Huhn nicht sterben wollte
Wie's nach der Bestimmung sollte.
Zudem hat’s kürzlich was gelesen.
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Zwar münden auch „Kulturgut-Puppen“
In Suppen, sogar ganze Truppen
Die sich schließlich nur entpuppen
Als ordinäre Buchstab-Suppen
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Sei's drum, in dem Heft, da stand,
wie man dem Suppentopf entgeht
Und dafür nicht den Heiland fleht
Als Huhn nicht steckt den Kopf in Sand
Da stand schwarz auf weiss zu lesen
Wie zu verliern den Hühnerschopf
Ohne zu verliern den Kopf
Zu vermeiden wär' gewesen
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Danach hat’s Huhn noch rumgefragt
Im Kühestall und bei den Schweinen
Und natürlich bei den Seinen
Doch keiner hat ihm was gesagt
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Jedoch im Heft vom Bauernbund
Das lag mal nah am Rand vom Heu
Da stand was drin und das war neu:
Hühnerfleisch sei ungesund!
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Das Vitamine Hühnerfleisch?
Das nimmt man gegen die Erkältung?
Als Krankenheitsbewältigung?
Das ist gesund und eiweißreich!
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Wie verflixt in Gottes Namen
Kann das denn ungesund nur sein?
Das versteht doch echt kein Schwein,
Erst recht kein Huhn, selbst nicht die Zahmen
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Egal! Wenns hilft zu unterlassen
Das Huhn im Kochtopf zu erhitzen
Und ordentlich dort anzuschwitzen
Serviert danach in Suppen-Tassen…
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Schwerer war, dafür zu sorgen,
Dass Bauern nun das Huhn verweigern
Vielleicht noch zum Veganer steigern,
Wie’s das geschafft hat, bleibt verborgen
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So war es das Verdienst vom Huhn
Dass vom Bauer Kuhn die Brut
Kein Hühnerfleisch mehr essen tut
Sich Hühner nicht mehr fürchten tun
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Stellt sich die Frag, wie kam zum lesen
Das Huhn, dass sonst nur Eier legt
Und Körner pickt und Küken pflegt
Was ist der Grund dafür gewesen?
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Sie hat ihm immer vorgelesen!
Dem Huhn, das Bauern-Töchterlein!
Kam abends in den Stall hinein
Dies wunderbare Lesen-Wesen!
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Ist dort zum Kuscheln gern gewesen,
Besonders mit dem einen Huhn
Konnt’ sie das so gemütlich tun
und hat ihm dabei vorgelesen.
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Denn war sie traurig oder fror
Ging sie stets in den Hühnerstall
Das Töchterchen, mit einem Mal
Freuten aller sich im Chor
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So kam es durch die Raffinesse
Und dem Interesse von dem Huhn
Durch Lernen es den Kindern nun
Gleichzutun, mit viel Finesse
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Und die Moral von der Geschicht?
Ob Huhn, ob Hahn, ob Ferkelspan
Ficht den Veganer gar nicht an,
Ihm schmeckt das Fleisch wie Meeresgicht
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Und will man das Huhn nun doch noch töten
Obwohl dem Topf schon längst entronnen
Nur deshalb in die Jahr’ gekommen
Dann wird das Huhn dem Kessel eins flöten
Ende