Gedicht

Es bliebe die Liebe

Über ein gemeinsames Leben – und das, was am Ende bleibt.

Von Lothar Epe

Farbenfrohes Gemälde einer dunkelhaarigen Frau im Profil mit Zigarette

An runden Tagen kann das jederMit leichter Hand und fixer FederDoch Jubiläen zu begehenWenn and’re sie noch garnicht sehen?

Das blieb mir von der alten GlutDie nicht erkaltet, jedoch schwächeltDas hab ich noch von all dem Mut,Der hächelt, aber dennoch lächelt

So denk ich oft und gern daran,Wie unser Leben dort begannWo’s nunmal seinen Anfang nahmUnd langsam in die Gänge kam

Ich denk auch oft und gern daranWie unser Stern einst untergingBevor er sich dann wieder fingUnd abermals den Sieg errang

Wie er in große Höhen stiegImmer höher, Sieg für SiegUnd wie er wieder sank im ZankDann wieder fing im Lebensdank

Die Kraft, die wir dabei gelassenOb beim lieben oder hassenHat längst begonnen zu verblassen.Doch wir sinds, die sich nicht verlassen

Schon so alt ist das VersprechenHast nie versucht, mein Ich zu brechenUnd so wie unser’ Kinder WachsenKonnt auch ich stets an Dir wachsen

Das Elend hat uns nicht geschontDennoch hat es sich gelohntFast alles haben wir gesehnGelernt, das Leben zu verstehn

Und wenn wir dann schlussendlich gehnDann ham wir auch das Glück gesehnUnd hätt ich nichts als Deine LiebeWär alles weg, doch Liebe bliebe.

Zuerst auf Substack erschienen.

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