Jon & Jake – Abenteuer in Versen

Jon & Jake auf dem Jakobsweg

Pilgerreise, Buße und einige ziemlich unheilige Zwischenfälle.

Von Lothar Epe

Jon und Jake gehen gemeinsam einen ansteigenden Weg hinauf

Dass der Jon sich mit dem JakeMachte auf den JakobswegNach Santiago CompostellaGeschah nicht zum Vergnügen, klar

Denn was Jon & Jake längst wussten,War, dass sie Buße tuen musstenFür alles was bei AbenteuernMit lauter fiesen Ungeheuern

An Sünden ihnen unterlief,Das schon so lang die Reue riefDoch war das garnicht ihr GedankeAuch kein Entschluss aus Rumgezanke

Die Fee hat’s Ihnen zugeflüstertNachdem sie wieder rum gelüstertUnd trinkend auf den falschen WegenDer Völlerei sich hingegeben

„Da reicht kein einfach’s ‚Gott zum Gruße‘Und Buße muss mit sehr viel MußeGeleistet werden wohl aus GründenBei so ner Liste voller Sünden

„Macht euch bald schon auf den Pfad!“Den Jakob einst zuerst betratMit der Absicht, sich zu läuternSich auch mal zu ernährn von Kräutern

Und auch die Ronda ist dabeiKein Blatt passt zwischen diese DreiDoch wer ist das? Ne Anakonda?Nein, ne Hündin, die heißt Ronda

Kehrt nun zurück ganz auf die SchnelleOhne viel Herum GebelleDenn auch dabei war ihre RondaEin Hund war’s, keine Anaconda

Sie marschierten endlich losOhne Rucksack, ohne MoosSie gingen über Stock und SteinVorbei an Mosel und am Rhein

Stundenlang und ohne Drang„Was nur zum Teufel fang ich an“Hier, fragt sich Jake dann irgendwannDer dem nichts abgewinnen kann

Es kommt so wie es kommen mussSchon bald ham beide viel VerdrussAuf ihrem Weg, hin zu sich selbstWo du nur läufst, den Stab fest hältst

Hunger hast und Durst verspürstUnd lieber in der Suppe rührst,Anstatt die Füße qualm’ zu lassenUnd Trinken, aus ganz großen Tassen

Bis die Füße endlich qualmen,Die hier grad Gras am Weg zermalmenHier in der heißen Sonne HitzeMit all dem läst’gen Rumgeschwitze

Drum machten sie nen AbstecherUm zu trinken ein paar BecherIn der Kneip’ „Zum wilden Schurken“Und neben Bier gab’s nicht nur Gurken.

Als sie schon bald betrunken warenUnd die Verbrecher längst in ScharenUnd alle noch so jung an JahrenMit ihren derart wüsten Haaren

In die düstre Wirtschaft kamenUnd alles in Beschlag dort nahmenDauerte es garnicht langeBis alle Gäste waren Bange

Die sich dann bald vom Acker machtenNoch bevor sie sich bedachtenNur Jon und Jake, die blieben sitzenUnd Jon lies seinen Schalk aufblitzen

Als Ronda in der Ecke ruhteUnd Honda schon sich nahm die KnuteDer Chef dieser VerbrecherbandeDessen Ehre war die Schande

Dann zogen sie den Zorn sich zuVom Vize-Boss, das war der Lou,Sodass dann zwei zu ihnen gingenUnd ihnen in den Ohren hingen

Dass sie verschwinden sollen schnellMit äußerst dröhnendem GebellTaten sie den beiden kundDass Bleiben wäre ungesund

Während Jake schon gehen wollteUnd sich da schon beinahe trollteHielt Jon ihn fest mit einer HandUnd steckte nicht den Kopf in Sand

„Wir bleiben noch ein bisschen hierUnd laben uns an diesem BierSo jung wie wir noch heute sindSind morgen wir verweht vom Wind.“

Und während Jake längst zitterteWar Jon schon der erbitterteUnd der stets so sehr entschloss’neAls wär’s der Blutvergossene

Nun wurd’s aber sehr gefährlich!So richtig brenzlig, mal ganz ehrlichIn der Haut wollt’ ich nicht steckenDa hätte ich vor Angst schon Flecken

Und jemand, den sie nannten HeideZog flugs ein Schwert aus seiner Scheide„bleibt ihr, mach ich euch nen KopfEins kürzer, so als wär’s ein Kropf!“

Ziemlich cool, wohl nur zum ScheinGing Jon auf diese Rede einDoch nahm er plötzlich auf die SchnelleVom Tresen eine Suppenkelle

Und eh der Heide sich versah,Machte Jon den Sieg längst klarWeil er einfach schneller warAls der Heid’ sie kommen sah

Die Suppenkelle auf die SchnelleVon hinten kam noch HundegebelleDer Heide ließ das Schwert noch fallenDas es kam auf der Erd zum knallen

Wo Jon es nahm ganz auf die SchnelleLies fallen er die SuppenkelleDenn jetzt hatte er das SchwertMit dem der Heid’ ihn hatt’ beehrt

Und hielt sich damit seine GegnerStets in Schach, bis etwas späterNe Einheit Polizei kam reinUnd erstickte nun im Keim

Das, was die Band’ sich ausgedachtZu übernehmen in der NachtDann feierte bis früh um achtMan noch mit Frühstück und Bedacht

Denn viel Trinken, das macht hungrigUnd wird davon auch ganz schön schummrigUnd wenn man dann so müde istSchläft man gut, selbst auf dem Mist

Als die beiden ausgeschlafenAuf der Weide zwischen SchafenDa brummte Ihn’ der Schädel soTabletten waren nirgendwo

Drum wanderten auf diesem PfadSie weiterhin, und in der Tat:Ein mancher, der so heilig wardDer den Pfad nicht nur betrat

Um den Kopf-Schmerz zu besiegenNachdem sie’s haben übertriebenMit dem Fressen und dem SuffUnd dem ganzen Kneipenmuß

Sie wanderten den ganzen WegÜber manchen Stock und StegBis Santiago CompostellaUnd ja, die Erleuchtung wurd’ heller

So hatten sie, um zu erholen.Sich bis dort nun hin gestohlen.Damit sie nun für ihre SündenNicht mehr in den Miesen stünden

Nun mehr geläutert waren sieBereit, jedenfalls irgendwieFür ihr nächstes AbenteuerNur wo und wann? Das ist ein Neuer

Ende

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