Beitrag vom 07.09.2026

Resterampe

Über das, was übrig bleibt.

Von Lothar Epe

1

Ich werd bekloppt, jetzt steh’ ich hier

Mit Staunen höre ich es raunen

Das bisschen Glück hat seine Launen

Was übrig bleibt im hier und wir

2

Was ham gekämpft wir um die Ehre

Ham uns gestritten und vertragen

Aus Siegen wurden Niederlagen

Gehofft, dass Glück sich endlich mehre

3

Um Kinder haben wir gelitten

Ham getragen all die Plagen

Wollten beim Plagen nicht versagen

Der Teufel hat uns oft geritten

4

Wir sind gebogen ab nach rechts

Und links ham wir nen Freund betrogen

Wir ham uns selber angelogen,

Gescheitert in des Worts Gefecht

5

So lang der Weg und doch so kurz

So mau der Sieg, so herb die Plage

Die Niederlage, keine Frage

Wie oft wir standen vor dem Sturz

6

So viele glückliche Momente

Zum aus deiner Hose springen

Rum jubeln bei verrückten Dingen

Da war gar nichts, was uns trennte

7

Glorreiche Tage, wie die in der Sage

Nichts, dass uns aufhält, weil’s uns so gefällt

Wenn nur das Glück sich zu uns gesellt

Der Mut, der stellt da nichts in Frage

8

Und dann erneut die Niederlage

Kein Ausweg, der sich endlich zeigt

Kein Rettungsanker, der uns bleibt

Und dann doch so, dass ich’s ertrage

9

Zwischendurch soviel Momente

Die ich mit dir so glücklich war

Ein Kind mit soviel Liebe sah

Erneut war nichts da, was uns trennte

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Die Kinder nun schon mitten drin

Im Kampf um Siege und Versagen

Im Streiten nun und sich vertragen

Die Suche nach des Lebens Sinn

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Und plötzlich, ja, da stehn wir hier

Und fragen uns, wie das geschah

wolln wissen, wie das möglich war

Da wird es hier so schummrig mir

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Was wir peu` a peu` erwerben

Nun auf der Resterampe liegt

Ist das, was man vielleicht noch kriegt

Bleiben nur der Jugend Scherben?

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Ich werd’ bekloppt in diesen Tagen

Staunen und mit müden Augen

Alles noch mal aufzusaugen

Würd noch gern was neues wagen

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Doch bin zufrieden eingelullt

Die Kraft ist aufgebraucht, die Müde

Zu spät für ne Klavieretüde

Fühl ich mich so voller Schuld

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An guten und an schlechten Tagen

Gehts überall in meiner Welt

Um Kinder und ums liebe Geld

Um Kriege und um das Versagen

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Würd ich das alle noch mal tragen?

Mich nochmal drängen in engen Gängen

Nochmal erfreuen an Gesängen?

Du! Ich kanns Dir garnicht sagen!

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