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Denn während ich so enthusiastisch
Manchmal langsam, manchmal hastig
An meinem neuen Text rum schraube
Unter meiner Schreibergaube.
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Ist mein Lektor sehr schwer krank
Die Schwermut war’s, in die er sank
Weil er wohl nicht mehr konnt' ertragen
Was zu schreiben ich will wagen
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Und weil mir keiner hilft beim Schreiben
Lass ich mich jetzt wohl erstmal treiben
Zwar ist da noch ein andrer Lektor
Im Verlag, doch der heißt Hector.
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Hector, aus nem andren Sektor
Der hat mehr Ahnung von dem Vektor
Ist auch in der Physik zu Haus,
Bringt Mathematik groß heraus
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Doch das hilft mir beim Schreiben nicht
Obwohl, wirftt‘s nicht auch andres Licht
Aufs Manuskript, bringt frische Sicht?
So frisch aus der Physik gefischt?
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Doch endlich muss ein neuer her
Mit der äußersten Gewähr
Dafür, dass er sein eigen nennt
Sehr viel Talent, dass man erkennt
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Dem es denn nicht an Kenntnis mangelt
Wenn er am Text entlang sich hangelt,
Dass sein Deutsch ist nicht so mager
Wie beim Prager: Nichts auf Lager!
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Und dennoch muss er ran, der Arme
Glänzt dabei mit seinem Charme
Nur, nicht durch viel deutsche Übung
Braucht’s nun auch noch von Gott die Fügung!
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Was auch nicht ausreicht, um den Text
Arsch und Zwirn, ist das verhext!
Zu kriegen, dass er dann schon bald
Im Blätterwald per Wort erschallt
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So ist mein Expose‘ wie Schnee
Von gestern, eh ich mich verseh‘,
Bevor es da geschrieben steht,
Ist das Wort vom Wind verweht
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Denn beim Überlesen von dem Wesen
Des Schreibers Werk ists so gewesen:
Die Pointe, die am Anfang stand
Und danach kein End mehr fand
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Nichts danach, was dann noch führte
Zurück zur Pointe, die berührte
Kein bisschen Text, dass dazu führte
Was das Exposee noch kürte
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Und die Moral von der Geschicht‘?
Die gibt es leider wieder nicht,
Ausser vielleicht dann doch noch die:
Verlass dich auf den Lektor nie
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Denn wenn du selber nicht kannst schreiben,
lässt dich beim Schreiben einfach treiben
dich und dein so schwers Gemüt
dann schaff dir lieber ein Gestüt.